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045: ABAP - ADT for VS Code (Part 1)

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Wie gelingen dir die ersten Schritte mit ABAP in Visual Studio Code (VS Code)? In diesem Teil geben wir einen Einblick in die Architektur und den Aufbau der Extension und was du bisher davon erwarten kannst.

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Willkommen zu dieser kleinen Serie zum Thema ABAP Development Tools für VS Code. Was wirst du hier mehr erfahren über das Thema Installation und Einstieg in die ABAP-Welt mit VS Code? Dabei haben wir die folgende Agenda erst einmal vor Augen: Wir werden eine kurze Einführung geben in die neue Architektur und was du noch so alles wissen solltest, wenn du mit VS Code arbeitest. Wir werden uns die Installation anschauen und die Einrichtung und werden dann eine kurze Tour durch VS Code drehen, um dir die Funktionen etwas näherzubringen. Im nächsten Abschnitt werden wir uns das Thema Agentic AI anschauen, wie du es konfigurieren und später auch für dich nutzen kannst. Am Ende bekommst du noch eine kurze Übersicht und einen Ausblick, wie es mit der Erweiterung weitergeht.

 

Einführung

Also lass uns direkt in das Thema einsteigen und etwas mehr über die Extension und die Releases erfahren. Schauen wir auf die verschiedenen Entwicklungstools im Laufe der Zeit und beginnen mit der SAP GUI und den verschiedenen Transaktionen, die uns zur Verfügung stehen, um Entwicklungen durchführen zu können. Dabei ging es vor allem in der früheren Zeit um Full-Stack-Entwicklung, das heißt, wir haben die Datenbank modelliert, wir haben das UI gebaut, eine Transaktion zur Verfügung gestellt und der User konnte damit arbeiten. Das heißt, wir haben unsere ganze Arbeit in einem Tool erledigt. Dann wurden die ABAP Development Tools, kurz ADT, eingeführt, zuerst einmal in der Eclipse-Version, die nun auch schon über 14 Jahre alt ist. Über die letzten Jahre ist diese Version so weit feature-complete geworden, das heißt, wir haben alle Funktionalitäten, die wir brauchen, um in der Cloud Anwendungen entwickeln zu können. Allerdings fehlt hier der Teil des Full-Stack-Developments, denn wir machen nur den ABAP-Backend-Teil und die Fiori App wird in einer neuen IDE erstellt. Im Bereich der ABAP Development Tools wurde nun auch die Version für Visual Studio Code released. Hierbei handelt es sich um eine neue IDE, welche die gleichen Funktionalitäten in Zukunft unterstützen soll, aber vor allem für das Thema Agentic AI und den vollen Developer-Workflow für Full Stack gedacht ist.

Als allgemeines Ziel kann man festhalten, dass eine IDE für die komplette Full-Stack-Entwicklung das Ziel ist. Dabei wollen wir nicht mehr das Tool wechseln, sondern direkt im Tool den kompletten Lifecycle einer Anwendung von der Backend- über die Frontendkomponente durchführen können. Das hat den Vorteil der Geschwindigkeit, aber auch der einheitlichen Toolnutzung und reduziert Schulungsaufwände. Aktuell wurde Visual Studio Code als eine IDE ausgeliefert, aber grundsätzlich ist es auch möglich, dann andere Derivate wie z. B. das Business Application Studio zu versorgen. Da es sich aber um einen Initial-Scope handelt, wurde erst mal das Visual Studio Code Plugin umgesetzt. Eine Implementierung ins Business Application Studio würde also später erst folgen und ist vor allem dann relevant und lukrativ für Firmen, die eine harte Firmen-Device-Policy haben, das heißt, die Installation von neuer Software ist relativ schwer und nicht jeder User/Entwickler hat auch entsprechende Admin-Rechte auf seinem Computer. Grundsätzlich würden wir aber hier auch Vorteile sehen, da die Installation und die Verwaltung der Plugins entfällt und das die virtuelle Umgebung für uns übernimmt, also etwas für den faulen Entwickler.

Wie sieht also die neue Architektur für die Entwicklungsumgebung aus? Dabei sollte dir aufgefallen sein, dass die letzten beiden Updates relativ groß waren und lange gedauert haben. Hierbei wurde eine neue Architektur ausgerollt. Im Fokus steht nun der Language-Server. ein sogenannter LSP-Server mit dem Language-Server-Protokoll, der alle Funktionalitäten der Entwicklungsumgebung wie das Code-Highlighting, die Validierung und die Schnittstellen zur Verfügung stellt. Dieser verbindet sich am Ende mit dem SAP-System und unsere IDE spricht eigentlich nur noch mit dem Language-Server. Das hat den Vorteil, dass wir verschiedene IDEs verwenden können, die das Language-Server-Protokoll unterstützen, um Entwicklungen gegen unser SAP-System durchführen zu können. Der einzige Unterschied sind hier die UI-Komponenten, die je nach Entwicklungsumgebung individuell entwickelt werden müssen und so unterschiedlich sein können. Insgesamt konnte das Entwicklungsteam so nach eigenen Angaben 60 % des Codes wiederverwenden, der nun in einem Java-Language-Server läuft. Gleichzeitig wurde in der Architektur der MCP-Server, den unsere AI benötigt, in den Language-Server übernommen, sodass er zentral auf der Entwicklungsmaschine des Entwicklers läuft.

 

Initialer Scope

Was solltest du nun von dieser neuen Entwicklungsumgebung alles erwarten können? Grundsätzlich war der initiale Scope die Full-Stack-Entwicklung mit RAP. Hierbei wurde auf den modernsten Stack in ABAP Cloud geachtet, sodass alle Artefakte vorhanden sind, die für eine RAP-Anwendung benötigt werden. Hierbei wird aber vor allem Bezug auf die Table Entities, die Data Definitions und die Simple Types genommen, nicht auf die klassischen Tabellen. Es sind alle Lifecycle-Komponenten vorhanden, wie das Thema Unit Testing, das ABAP Test Cockpit und alles, was wir für AI brauchen. So zum Beispiel den MCP-Server, der unter anderem auch den RAP-Generator enthält, aber auch Tools zum Aktivieren und Ausführen der Unit-Tests. Die Implementierung von Agentic AI wurde hierbei über ein Copilot vorgenommen, ein Standard-Plugin für Visual Studio Code. Grundsätzlich ist ein Support für alle Systeme, egal ob Cloud oder On-Premise-System, ab einem Release 7.31 möglich, wobei im initialen Scope nicht die Anmeldung für Basic Authentication implementiert war, diese aber bereits nachgereicht wurde. Und natürlich: Ein einfaches Debugging ist ebenfalls möglich.

Welche Komponenten sind aktuell nicht enthalten? Klassische Reports und klassische Tabellen sind nicht enthalten im Funktionsumfang, ebenso wie viele Elemente die SAP GUI benötigen. Auch einige UI-Funktionalitäten wie die IDE Actions, der Transport Organizer oder die Data Preview sind aktuell noch nicht vorhanden, sollen aber in den nächsten Releases zur Verfügung gestellt werden. Etwas verwunderlich ist, dass auch die Anlage von neuen Paketen nicht über die Entwicklungsumgebung möglich ist. Hier musst du über eine Hilfsklasse und die XCO Bibliothek oder Eclipse arbeiten. Ebenfalls etwas schmerzhaft ist, dass kein ABAP Cleaner vorhanden ist. Dieser soll aber relativ schnell nachgeliefert werden, ebenfalls als Plugin für VS Code.

 

Installation

Schauen wir uns einmal die Installation der Software an. Dazu müssen wir eigentlich nur nach Visual Studio Code suchen. Dort finden wir eine Seite zum Herunterladen für alle gängigen Betriebssysteme und können dann innerhalb der IDE das Plugin installieren. Diese Schritte schauen wir uns einmal live im System an und führen sie Schritt für Schritt aus.

Nutze die Suchmaschine deiner Wahl, denn dabei findest du die Installationsseite von Visual Studio Code und kannst dort die entsprechende Version für dich herunterladen. In diesem Fall entscheiden wir uns für die Installationsdatei und nicht für die gepackte ZIP-Datei, da wir dies auf unserem System installieren wollen, um sie als feste IDE zu verwenden. Nach dem Download führen wir die Installation durch und klicken uns Schritt für Schritt durch den Wizard: Wo soll es installiert werden? Welche Dateien werden damit verknüpft? Und wie wollen wir am Ende damit umgehen?

Nach Abschluss der Installation können wir das erste Mal Visual Studio Code starten. Im oberen Bereich über die Leiste können wir ein Kommando angeben und suchen dort nach "Color Theme", um die Einstellungen anzupassen. Hier kannst du zwischen den verschiedenen Themes auswählen, was dir am besten gefällt, hell oder dunkel. Wir entscheiden uns für ein helles Light Theme, da dies einen besseren Kontrast bietet, vor allem im Hinblick auf Präsentationen oder Darstellungen. In der Seitenleiste findest du den Extension-Bereich. Dort kannst du neue Plugins suchen und installieren. Dort suchen wir nach „ABAP Development“ und finden verschiedene Plugins aus diesem Bereich. Das offizielle ABAP Development Tools Plugin ist hier an der dritten Stelle. Über den Install-Button starten wir die Installation und installieren damit das Plugin in unserer IDE. Damit können wir mit der eigentlichen Arbeit mit ABAP starten.

 

VS Code Tour

Bevor wir nun richtig in die IDE einsteigen, wollen wir dir noch einen kurzen Überblick über die IDE und die verschiedenen Funktionalitäten geben, die wichtig sind, um damit zu arbeiten. Auf diesem Übersichtsbild findest du verschiedene Informationen zu dem Fenster, welches du dann sehen wirst: Auf der linken Seite befindet sich die Toolbar. Diese hatten wir bereits verwendet, um die Extension zu installieren. Dort findest du ebenfalls weitere Tools wie das Debugging, den Explorer oder die Anbindung an Git. Direkt daneben befindet sich der sogenannte Workspace-Bereich. Dort sind all deine Arbeitsverzeichnisse hinterlegt, die du später anlegst, wie zum Beispiel Verbindungen zu Systemen oder einzelne Pakete aus Systemen. Ist der Code geöffnet, findest du direkt darunter die Outline. Diese ist dafür da, die Struktur des Objektes noch einmal zu visualisieren. Ganz unten links findest du die Accounts und Einstellungen. Diese sind besonders wichtig, wenn du dich später vielleicht mit dem Plugin von GitHub verbinden oder dich dort auch wieder entsprechend abmelden möchtest. Diese Funktion wird schnell einmal übersehen.

Im mittleren Bereich findest du den Editor, die größte Funktion, um Dateien zu editieren und anzupassen. Darüber befindet sich die Command Palette. Diese ist vor allem wichtig, da Visual Studio Code nicht alle Funktionalitäten über das UI abbildet, sondern manche Fälle nur über Kommandos zu erreichen sind. Diese Kommandos gibst du im oberen Bereich ein. Dafür kannst du einmal auf den Balken klicken, um die Eingabe zu starten oder du kannst auch "Strg + Shift + P" drücken, um das Kommando direkt im Anschluss eingeben zu können. In unserem Bild siehst du auf der rechten Seite noch den Copilot. Dieser ist hier bereits vorkonfiguriert und mit den ersten Informationen befüllt. Dies wird später benötigt, um mit Agentic AI arbeiten zu können.

 

Ausblick

In dieser Folge wollten wir vor allem einen Einblick geben, weshalb Visual Studio Code überhaupt existiert und was das Ziel davon ist. Wir haben uns die Installation angeschaut und erste Schritte, wie wir mit der Konfiguration umgehen können. Dabei hast du einen ersten Einblick in die IDE erhalten und eine Übersicht über die verschiedenen Tools, die sie bietet. Beim nächsten Mal gehen wir dann in die eigentliche Nutzung und schauen uns verschiedene Funktionen innerhalb der Entwicklungsumgebung an. Danke fürs Zuschauen und bis zum nächsten Mal.

 

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